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La Palma - Baden & Strände

La Palma, den 21.10.08 13:25

Allgemeines und Wissenswertes

Was gibt es schöneres, als sich nach einer anstrengenden Bergwanderung im Meer zu erfrischen? La Palma hat hierfür einige Strände zu bieten. Man darf sich allerdings keine weißen Sandstrände vorstellen. Der Sand und die Steine sind schwarz-grau, eben typisch für eine Vulkaninsel. Das hat den Vorteil, dass der schwarze Sand die Sonnenwärme bis in die späten Abendstunden speichert.

Manche legen sich gerne nach dem Schwimmen direkt in den heißen Sand und empfinden dies wohltuend wie eine Fangopackung.
Die Touristen wundern sich oft, dass ab Mitte September bis zum Sommeranfang die Strände relativ leer sind, obwohl das Wetter zum Baden einlädt. Zur Sommerzeit tummeln sich die Einheimischen, jung und alt, bis in die späten Abendstunden am Meer und auch die Festlandspanier wissen das Strandleben von La Palma als Urlauber zu genießen. Für die meisten Palmeros endet die Badesaison mit dem Ende der Sommerferien. Dann beginnt auch im Geschäftsleben wieder der normale Alltag.
Grundsätzlich sinkt die Wassertemperatur aber auch in den kältesten Monaten Januar / Februar nicht unter 19Grad, im Sommer beträgt sie 24 -25Grad.
An den wilden Naturstränden kann im Winter wegen der stärkerer Brandung nicht gebadet werden.
Allgemein ist der Atlantik mit seiner Kraft nicht zu unterschätzen. Auf jeden Fall sind an den Badestränden die rot, gelb, grünen Fahnen, wie bei einer Ampelschaltung, ein guter Hinweis. Hilfreich ist auch ein Blick in die Gezeitentabelle.

Strände auf der Westseite

Puerto Naos
Der 600 m lange Strand zeichnet sich durch seine blaue Flagge aus. Dies ist ein Zeichen der EU für gute Wasserqualität, hohe Umweltstandards, Sicherheits- und Serviceaspekte. Die Blaue Flagge wird jährlich neu geprüft und vergeben. Das heißt, in Puerto Naos sorgt ein Bademeister für die Sicherheit der Gäste. Es gibt Umkleidekabinen, Duschen, Toiletten und nicht zu verachten, eine kleine Uferpromenade mit diversen Lokalen. Die Infrastruktur mit einer Busverbindung nach Los Llanos, drei Supermärkten, die auch an Sonn- und Feiertagen bis 14 Uhr geöffnet haben, einigen Souvenirläden, eine Apotheke, zwei deutsche Bäcker u.s.w. ist für einen Badeort gut ausgebaut. Für Sportler bietet Puerto Naos neben dem Schwimmvergnügen und der Möglichkeit zum Tauchen auch einen Treffpunkt für Drachenflieger und einen Anbieter für Biketouren an. Und noch ein Tipp für die Hobbyfotografen, zum Sonnenuntergang gibt es Palmen und das Meer - was will man mehr?

Charco Verde
Südlich von Puerto Naos befindet sich die herrlich gelegene Badebucht Charco Verde. Eingesäumt von Felsen wirkt sie von oben bei ruhiger See fast wie ein großer Swimmingpool. Der Zugang ist gut ausgebaut. Es gibt sogar eine Möglichkeit zum Duschen und einen Kiosk, aber leider keine Toiletten. Im Winter empfiehlt es sich sehr vorsichtig zu sein, dann ist der Zugang zum Meer manchmal sehr steinig und die hohen Wellen sind unberechenbar. Neuankömmlinge legen ihre Handtücher oft zu nahe an der Wassergrenze ab und erleben ihre überraschungen.

Las Monjas
Dieser kleine romantische Strand ist nicht leicht zu finden. Er liegt ca. 1,5 km nach Puerto Naos in Richtung El Remo vor der Charco Verde. Oft sieht man schon die Autos am Straßenrand parken. Man geht zu Fuß von der Straße einen Weg entlang und ein paar Stufen hinab in die Bucht. Es ist der einzige offizielle FKK-Strand auf La Palma.

Playa El Remo
Der Ort El Remo schreckt auf den ersten Eindruck etwas ab. Die einfachen Bretterbuden und Häuser dienen als Sommerresidenzen für die Palmeros. Doch allgemein weiß man die drei einfachen Restaurants (Kioskos) von El Remo zu schätzen. Hier kann man den Sonnenuntergang mit einem Glas Wein und einem guten Fischgericht genießen. Ein winzig kleiner Strand befindet sich direkt vor dem mittleren Kiosk, dessen Besitzerin Mama Cigar genannt wird. Nach dem Kochen begrüßt sie gerne ihre Stammgäste mit ihrer dicken Zigarre in der einen und in der anderen Hand ihr kleines Schoßhündchen.

Playa Nueva
Auch eher schwer zu finden, aber sehenswert ist dieser jetzt ganz naturbelassene Strand, hinter La Bombilla, am Ende einer Bananenstraße. Je nach Jahreszeit besteht die Playa Nueva aus einem herrlich langen Sandstrand oder unzählig vielen Steine, die vom wilden Meer herangetragen wurden. Oft kann man hier die Jugendlichen von La Palma beim Wellenreiten beobachten. Aufgrund der Steine ist bei starkem Wellengang vom Baden eher abzuraten. Aber die große Bucht lädt zu erholsamen Stunden ein oder zu einem Picknick zum Sonnenuntergang mit einem kleinen Lagerfeuer.

Zwischen dem Leuchtturm von La Bombilla und Playa Nueva gibt es noch einen kleinen Strand, der allerdings auch zum Baden nur bedingt geeignet ist. Wer die Einsamkeit liebt, kann hier viele ruhige, abgelegene Plätzchen finden.

Puerto de Tazacorte
Puerto Tazacorte sieht aus wie eine kleine Spielzeugstadt mit all den farbigen Häusern, die sich auf engsten Raum vor den steilen Wänden am Ende des Barranco de las Angustias aneinander schmiegen. Für palmerische Verhältnisse ist die Uferpromenade berauschend lange. Auch Strandspaziergänge von der geschützten Badebucht bis zur Hafenmauer sind möglich. Da Puerto Tazacorte zu den sonnenreichsten Orten Europas zählt, kann man hier oft noch in einem Strandlokal seinen Kaffee genießen, während ein paar hundert Meter höher, dunkle Wolken ziehen. Für Familien mit kleinen Kindern zählt der Strand von Tazacorte zu den beliebtesten Stränden.

Strände auf der Südseite

Playa de la Zamora
Kurz vor dem Hotel Prinzess biegt eine Straße zum Playa de la Zamora ab. Mit den vorgelagerten Felseninseln wirken die zwei schwarzen Sandbuchten, Zamora Grande und Zamora Chica, äußerst malerisch. Auch zum Schnorcheln ist diese Gegend sehr empfehlenswert, da sich hier im Naturschutzgebiet eine unglaubliche Vielzahl an Fischen tummelt. Abgesehen von dem leckeren frischen Fischgerichten bietet der Kiosko von Zamora einen herrlichen Ausblick auf die zwei Badebuchten und das Meer.

Playa Echentive (früher auch Playa Nueva genannt)
Auf der Strecke zwichen dem Playa de la Zamora und dem Leuchtturm von Fuencaliente liegen einige Buchten. Besonders reizvoll ist der breite und lange Strand von Playa Echentive, der bei einer ehemaligen Naturheilquelle liegt. Der weite Weg über die Treppe zum Meer lohnt sich. Hier, an der windabgewandten Südwestseite der Insel, im Hintergrund die bizarre Vulkanlandschaft fühlt man sich weltabgeschieden und befreit von allen Alltagssorgen.

Playa de el Faro
Früher wurde der Strandaufenthalt gerne mit einer kulinarischen Einlage im Strandkiosk verbunden. Doch aufgrund der neuen Küstenordnung musste das Lokal geschlossen werden. Doch neben dem Badevergnügen hat dieser Ort einige Besonderheiten zu bieten. Im alten Leuchtturm befindet sich ein Marine-Museum, das kostenlos den Besuchern ein Gefühl vermittelt, wie das Leben unter Wasser sich anfühlt. Natürlich sind auch die Meerwassersalinen ein interessanter Anblick und die Windmühlen zeigen, dass La Palma eine Zukunft mit natürlicher Energieversorgung anstrebt.

Strände auf der Ostseite

Los Cancajos
Auch hier weht die blaue Fahne der EU. Der breite gepflegte Sandstrand ist behindertengerecht ausgebaut und zieht sich über drei Badebuchten entlang. Mit den Duschen, Umkleidekabinen,Toiletten und unter dem wachsamen Blick des Bademeisters kann man sich wohl fühlen. Außerdem sorgen vorgelagerte Wellenbrecher für den ganzjährigen Schutz der Badegäste. Die lange Uferpromenade lädt zu Spaziergängen mit einem Blick auf die Hotel- und Appartement-Anlagen ein, oder weiter den Fußweg in Richtung Flughafen zu folgen. Auch Tauchgänge werden direkt vom Strand aus angeboten.

Playa de Nogales
Den Playa de Nogales erreicht man über einen gut ausgebauten Küstenweg, der durch eine wilde Schlucht führt. Er ist auf jeden Fall sehenswert und sollte bei einem Ostseitenausflug mit einbezogen werden. Umgeben von Klippen und Felsen sind im Winter die Sonnenstunden gezählt und ein Besuch am Vormittag empfehlenswert. Ein Bademeister sorgt im Sommer für die Sicherheit der Gäste.

Charco Azul
Auch bei Ausflügen auf die Ostseite in den Lorbeerwald sollte man seine Badeutensilien nicht vergessen. Nahe bei San Andres liegt die Naturschwimmbecken-Anlage Charco Azul. Im Sommer gut besucht, im Winter oft verlassen wirkend bietet die Anlage ein von den Wellen gesichertes Badevergnügen an. Umkleidekabinen, sanitäre Anlagen und ein Kiosk sorgen für das Wohlbefinden der Besucher. Und danach empfiehlt sich ein Besuch in San Andres und ein Blick auf den kleinen Fischerort Puerto Espindola. Alles wirkt verschlafen , als hätte ein Jahrhundertzauber die Gegend eingehüllt und man wundert sich, dass hier noch niemand den Tourismus wachgeküsst hat.

La Fajana
Das Naturschwimmbecken an der Nordost-Ecke von La Palma wurde 1994 fertig gestellt. Geschützt von Vulkangestein und Betonmauern ist ein Sprung in das kühle Nass sehr erfrischend. Sorglos kann man hier im Meerwasser des Atlantiks planschen und schwimmen und sich danach unter einem Sonnenschirm im Liegestuhl erholen.


Ulrich & Evelyn Roth Ulrich & Evelyn Roth

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